Bioarche Rocherbauer

Nach einer erholsamen Nacht genossen wir den frühmorgendlichen Blick auf die Berge und machten uns anschließend frisch. Nach einem kleinen Frühstück mit Haferflocken, bzw. Müsli gingen wir kurz zu unseren Gastgebern und überreichten ihnen eine Flasche Wein von einem Winzer aus dem Heimatdorf Juttas und holten uns ein Stück Putenfilet von den am Hof gehaltenen Puten für das abendliche Grillen. Wir plauderten ein wenig und machten uns bereit für unsere erste Bergtour seit langem. Zum Bauernhof gehört eine Almhütte, die Rocheralm, die unser heutiges Ziel sein sollte.

Da wir uns ein wenig verquatscht hatten, gingen wir etwas später los als vorgesehen. Es ging lange Zeit einen Forstweg bergauf und es waren für einen sonnigen Sonntag an einem (auch in Österreich) langen Wochenende erstaunlich wenig Menschen auf dem Weg. Ab und an machten wir Platz für ein paar Mountainbikefahrer. Nach knapp 1 1/2 Stunden mit immer wieder schönen Aussichten unterwegs, erreichten wir die Rocheralm und gönnten uns dort eine großzügige Brotzeit. Die junge Frau, die uns bediente gab uns den Tipp den Rückweg nicht wieder über den selben Forstweg zu machen, sondern den Weg über die Seitenalm zu nehmen.

Nach der Pause nahmen wir noch den restlichen Weg zum Aufstieg zur Rocherhöhe in Angriff und genossen beim Gipfelkreuz, den herrlichen Ausblick über die Alpenlandschaft.

Der Rückweg über die Seitenalm war nicht ganz so einfach wie der Aufstieg über den Forstweg. Aber wir schafften es unfallfrei über Stock und Stein zurück zu unserem Camper, wo wir erst einmal mit müden Beinen unsere unterwegs doch nicht benötigten Brote aufaßen und es uns auf der Fahrerseite im Schatten gemütlich machten. Wenn wir das nächste mal bei Zooom sind, müssen wir unbedingt auch dort eine Kederschiene anbringen lassen um etwas flexibler beim Aufstellen unseres Tarps zu sein.

Während wir so saßen wurde Jutta neugierig, als es aus der Ecke zum Putengehege piepste und ging dort hin. Sofort kam die gesamte Putenschar angelaufen in der Hoffnung, dass es etwas zu fressen gibt. Eine große Aufregung, die sehr nett zu beobachten war. Um die armen Tiere nicht zu sehr zu enttäuschen gingen wir zurück zum Wagen wo wir den Entschluss fassten, dass wir noch einmal eine kleine Runde gehen um bei der nahe gelegenen Rohrhofhütte einen Kuchen zu essen.  Es ist schon spannend, wie weit einem 2 km vorkommen könne. Aber der Kuchen hat die Mühe entschädigt und so gingen wir zufrieden zurück zum Auto, erholten uns dort von unserer Sporteinheit und grillten am Abend das Filet (die Puten waren schon wieder im Stall und mussten nicht mit ansehen, wie wir einen Artgenossen zubereiteten und verspeisten.

Abends gab es noch ein wenig Youtube im Van bevor wir in einen tiefen und erholsamen Schlaf fielen.

Am nächsten Tag waren wir erstaunlich fit. Wir spürten zwar ein wenig unsere Muskeln, aber das hinderte uns nicht daran nach einem schnellen Frühstück noch einmal eine kleine Wanderung, diesmal zum Winnerfall zu machen.

Diesmal war der Weg mal bergauf, dann wieder bergab um wieder bergauf zu gehen. Sehr angenehm. Der Winnerfall war leider aufgrund der Trockenheit ohne Wasser und den Weg zur Klamm wollten wir aufgrund des zu erwartenden Feiertagsandrang dort nicht machen. So kehrten wir zurück um unseren Camper abfahrbereit zu machen. Nach einer herzlichen Verabschiedung von Josef und Astrid und dem festen Vorsatz, nicht das letzte mal hier gewesen zu sein, ging es dann, diesmal über die Autobahn, zurück nach Hause.

Es war ein schönes und erlebnisreiches Wochenende und wir sind uns sicher, nicht das letzte mal beim Rocherbauer gestanden zu haben.

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