Kleine Dinge, die das Reisen im Van leichter machen

Leben um Minicamper heißt: Wir haben nur wenig Platz. Deswegen gilt es, nicht zu viel einzupacken und bei Anschaffungen darauf zu achten, dass die Hilfsmittel entweder mehr Platz schaffen oder aber nicht so viel Platz wegnehmen. Am Besten ist es, wenn diese Gegenstände auch noch vielseitig verwendbar sind.

Hier möchten wir Euch ein paar Dinge vorstellen, die uns bei den letzten Reisen das Leben erheblich erleichtert haben:

1. Euroboxen mit selbst gemachten Holzdeckeln zur Aufbewahrung, als Hocker und Tisch verwendbar. Die Deckel können auch als Ablage, Schneidebrett, Windschutz und andere Dinge verwendet werden, bei denen ein Brett praktisch ist.
 

Kleine Dinge, die das Reisen im Van leichter machen weiterlesen

Dienstag, 28. Juli 2020

Gestern hatten wir es ja ruhig angehen lassen und die Ruhe und die Aussicht des Campingplatzes genossen. Aber heute wollten wir dann doch etwas von der Gegend sehen, weswegen wir nach Pistoia gefahren sind. Auch wenn wir für den Weg auf Empfehlung der Campingplatzbetreiberin die „breite“ Straße gewählt hatten, die für Wohnwagengespanne empfohlen wurde, so waren die ersten 5 Kilometer doch sehr eng. Insbesondere auf dem Rückweg musste ich wegen entgegenkommender Fahrzeuge teilweise scharf bremsen und ausweichen.

Pistoia selbst hat uns nicht sonderlich begeistert. In glühender Hitze wanderen wir vom Parkplatz (immerhin wegen Corona kostenlos) in die Altstadt, wo es ein paar nette Gebäude anzuschauen gab. Auch der Markt war sehenswert, aber nicht spektakulär. So besuchten wir noch einen großen Coop-Supermarkt, wo wir abgepackte Tomaten (angestoßen und schimmelig), Paprika (angestoßen und schimmelig), Mozzarella, Nudeln, Kaffee und Rotwein kauften und danach zum Campingplatz zurückkehrten.

Hier konnten wir wieder ein erfrischendes Bad im Pool nehmen, aßen Tomaten mit Mozzarella zum Mittagessen und ließen danach wieder die Seele baumeln. Ich backte noch ein Ciabatta im Omnia (etwas verkohlt, aber lecker) und kochte uns später ein Abendessen.

Geschlafen haben wir erstmals mit geöffneter Heckklappe mit Fliegengitter und Heckzelt davor, weil es auch nachts noch ziemlich warm war. War sehr angenehm.

Montag, 27. Juli 2020

Nachdem wir gestern Abend schon früh schlafen gegangen sind, trieben uns unsere Knochen auch schon ziemlich früh aus dem Bett. Ein herrlicher Morgen erwartete uns.

Für heute hatten wir noch einen ruhigen Tag geplant, das Auto sollte stehen bleiben. Deshalb machten wir uns nach dem Frühstück zu einem Spaziergang in das kleine Dörfchen Casore del Monte auf, desen Kirchturm wir von unserm Platz aus sehen konnten. Nachdem unser Platz ziemlich weit oben liegt, führte der Weg natürlich ordentlich bergab.

Wir schlenderten durch die Gassen des Ortes, bewunderten die tolle Aussicht, von der aus man bei klarer Sicht den Dom von Florenz und sogar die Inseln des toskanischen Archipels sehen soll (heute leider nicht) und kauften abschließend in einer kleinen Bäckerei noch ein Stück Foccachia Croccante – weil es sonst nichts mehr zu kaufen gab. Morgens um 11 Uhr. 🙂

Anschließend bergauf zurück zum Platz, es war ganz schön heiß. Wir hatten Glück und ergatterten einen Slot von 30 Minuten Pool – schön, diese Regelung gefällt uns gut. In aller Ruhe ohne plantschende Mitreisende ringsum konnten wir uns abkühlen, bevor es zum Mittagessen Grillgemüse, Grillfeta und Foccachia gab.

Den Rest des Tages gammelten wir nur noch rum und freuten uns auf das bestellte Abendessen: toskanische Vorspeisen, Pasta und Fleischspieße mit Gemüse.

Das Leben kann echt schön sein.

Sonntag, 26. Juli 2020

Um 5 Uhr klingelte der Wecker und dank guter Vorbereitung saßen wir tatsächlich fast wie geplant um kurz nach 8 im Bus und starteten gen Süden. Auch wenn es das erste Ferienwochenende in Bayern war (wir hatten bei der Urlaubsplanung etwas geschlampt), waren die Straßen wohl coronabedingt schön leer und wir konnten fast staufrei die sechseinhalbstündige Fahrt absolvieren. Selbst an der Grenze gab es keine besonderen Kontrollen und weil wir keine Lust auf Kontakte zu anderen Reisenden hatten, fuhren wir mir nur einer Pause zum Tanken und einem Fahrerwechsel einem Rutsch bis zum Campingplatz.

Dieser ist ein absoluter Traum. Nach einer kurvigen Fahrt über eine enge Straße wird man von bunten Holzschildern willkommen geheißen. Der Platz ist geräumig, hat aber nur wenige Stellplätze (ich glaube, 10 Stück), die alle eine grandiose Aussicht bieten. Ein luftiges Waschhaus und Swimmingpool, Tiere und ein Spielplatz für Kinder runden das Bild ab. Auch die Mitcamper haben mir gleich gut gefallen. Keine Riesen-Womos oder -Wohnwagen, sondern Zelte, kleine Camper und ein kleiner Wohnwagen. Aber das beste ist tatsächlich die Aussicht, die man von jedem Platz hat. Vor den Stellplätzen befindet sich eine große Wiese mit ein paar (noch) kleinen Bäumen und dann öffnet sich der Blick auf ein paar Hügel, dahinter eine Ebene und in der Ferne ein Gebirge. Einfach super! In der Dunkelheit erkennt man an dem funkelnden Lichtermeer, dass die Ebene dicht besiedelt ist .

Ach ja, die Plätze sind schön schattig. Entweder durch Bäume oder/und durch aufgespannte Sonnensegel. Auch das Hygienekonzept überzeugte. Der Pool stand zur alleinigen Benutzung nach vorheriger Reservierung immer für 30 Minuten. Im Waschhaus herrschte natürlich Maskenpflicht + Handdesinfektion vor der Benutzung und es wurde mehrfach täglich gereinigt. Die angebotene Bewirtung mit Brot, Bier, Wein, aber auch Frühstück und Abendessen lief über Whats-App-Bestellung und Bringservice zur gewünschten Zeit (zumindest annähernd – wir sind schließlich in Italien und im Urlaub). Und diese Ruhe! Alles in allem also ein absoluter Traum.

Wir richteten unser Lager ein, machten einen kleinen Rundgang über das Gelände und danach war relaxen angesagt. Zum Abendessen gönnten wir uns eine echt italienische Pizza aus dem Holzofen, ein Glas Wein und sahen dabei zu, wie die Landschaft langsam dunkel wurde.

So muss Urlaub sein und genau so hatten wir uns das gewünscht.

Agricampeggio Le Carbonnaie – Toskana

Dieser wechselhafte Sommer nervte! Seit Wochen kein stabiles Sommerwetter, sondern fast täglich Gewitter und Regen und wenige Sonnenstunden. Deshalb überlegten wir fieberhaft, was wir mit unserer Juli-Urlaubswoche anstellen sollten. Eigentlich wollten wir in Deutschland bleiben, aber die typischen Destinationen in den Alpen, an der See und sogar auch im Bayerischen Wald stöhnten unter der Last der „Ich-bleibe-daheim-in-Deutschland-Urlauber“, und außerdem: das Wetter!

So schauten wir über die Alpen nach Italien. Das Land, das im Winter und Frühjahr von der Pandemie so furchtbar getroffen worden war, hatte seine Infektionszahlen gut im Griff. Zudem wurde berichtet, dass die Maßnahmen wie Abstandhalten und Maskenpflicht gut beachtet würden und es verhältnismäßig leer sei. Hörte sich gut an! Leider waren die Wetteraussichten auch an den oberitalienischen Seen zweifelhaft und so schauten wir auf die Toskana, auch wenn uns die Fahrt dorthin für eine Woche eigentlich zu weit war.

Aber Ralf fand über Google Maps den wunderbaren Campingplatz Le Carbonnaie, ganz im Norden der Toskana bei Pistoia und ich war gleich verliebt. Auch die Reservierung klappte und so stand ab Donnerstag früh fest: am Sonntag geht es in die Toskana! Schön kurzfristig, so bleibt keine Zeit für Ungeduld.