Anfahrt zur Bioarche Rocherbauer

Das Wetter für das lange Mariä Himmelfahrtwochende versprach sonnig aber nicht zu heiß zu werden. Also überlegten wir uns, das bayrische lange Wochenende für einen weiteren Trip zu nutzen. Eigentlich dachten wir zuerst an den Campingplatz Grubhof in Lofer, den wir beim Camper Van Summit Meeting kennengelernt haben und dessen Lage direkt an mehren Wanderwegen in den Bergen sehr gefallen hat. Aber die Webseite warnte schon am Anfang, dass die Parzellen komplett ausgebucht sind und auch wenn es noch einen Option auf der Zeltwiese für unseren Minivan gegeben hätte, es wäre uns zu voll gewesen.

Also schaute ich zuerst bei AlpakaCamping  und auch bei Vansite, von denen wir beim Freiheitsmobiletreffen einen Flyer mitgenommen hatten, nach Alternativen.  Ein Platz sprach mich besonders an und auch Jutta gefiel der Standort. Ein Bauernhof in den Bergen im Salzburgerland – etwas weiter weg als wir vorhatten aber immer noch in erträglicher Distanz für ein langes Wochenende. Also buchten wir zwei Übernachtungen bei Vansite.

Jutta telefonierte am Freitag dann mit Josef, dem Landwirt des Hofes, ob es eine Möglichkeit gäbe, direkt am Hof Fleisch zu kaufen und war schon angetan von der Freundlichkeit.

Samstag früh erledigten wir noch die üblichen Wochenendaufgaben und hatten nochmals Kontakt mit Josef, der sich bei uns entschuldigte, dass er am Nachmittag nicht da wäre und uns dann erklärte wo wir uns hinstellen dürfen.

Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg. Die Autobahnen waren bei Google Maps tiefrot, aber da wir ja ein Ziel im Salzburger Land hatten, konnten wir legal, das Wochenend-Abfahrverbot in Österreich ignorieren und gaben eine Route ohne Autobahnen ein.

Nach 2 1/2 Stunden Fahrt über teilweise sehr abenteuerliche Strecken und sogar einer Kontrolle, bei der wir unsere Buchung vorzeigen mussten, gelangten wir dann beim Biohof Rocherbauer an. Das beschriebene alte Bauernhaus war nicht zu übersehen und wir stellten unseren kleinen Camper, nach einigem hin und her rangieren vor dem Haus auf einer kleinen Wiese mit Blick auf den Putenstall ab. Außer uns war noch ein Paar mit einem kleinen Camper da, das uns den Weg zur Toilette im alten Haus erklärte. Wir stellten das Dach auf, stellten Tisch und Stühle auf und verzehrten den von Jutta selbst gebackenen Kuchen.

Etwas störend war das Brummen der Lüftung, aber wir hatten schon auf mehreren Höfen gestanden und hofften, dass wir (mit Gehörschutz), die Nacht ruhig schlafen können. Dafür war die Aussicht auf die nahen Berge einfach nur toll und wir machten uns auf, die erste Sehenswürdigkeit, den Trickl-Wasserfall  zu besichtigen. Der kleine Spaziergang tat nach der langen Autofahrt gut und wir genossen die Landschaft und das sonnige, aber nicht zu heiße Wetter.

Zurück am Van gönnten wir uns unseren obligatorischen Aperol Spritz und legten die Beine hoch. Nach einiger Zeit kam Astrid, die Dame des Hauses, von der Arbeit und erkundigte sich ob alles passt. Wir hatten noch nichts gesagt, als sie schon an unseremn Blick erkannte, dass etwas nicht stimmt und uns darauf ansprach. Jutta sagte dann, dass das Lüftungsgeräusch schon ein wenig stört und Astrid bot uns an, einen anderen Platz zu suchen. Erst wollte ich nicht so richtig, da wir dann ja alles wieder zusammenpacken und wieder neu aufstellen müssten. Aber nachdem wir einen Platz an der Wiese vor dem neuen Bauernhaus mit freiem Blick über die Weiden auf die Berge sahen, war auch ich überzeugt. Wir parkten mit aufgestellten Dach um, trugen Tisch und Stühle zur Wiese und waren total begeistert. So genossen wir den Nachmittag, grillten am Abend, schauten noch die letzte Folge von „The Boys“ auf dem Tablet, als es am Abend zu kühl für draußen wurde und schliefen die Nacht ohne störende Geräusche – nur mit ein paar Kuhglocken in der Ferne – gut durch.

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