Corona, oder: Was sind schon Pläne?

Nach unserem ersten Jahr unterwegs mit unserem kleinen Camper steckten wir voller Pläne für das zweite Jahr – 2020.

Unsere Urlaubsplanung stand fest:

  • 1 Woche im April: entweder Tulpenblüte in Holland oder je nach Wetterlage Richtung Süden
  • 2 Wochen im Mai: Bretagne
  • 1 Woche im Juli: Je nach Wetter irgendwo in der Nähe
  • 2 Wochen im September: Nochmal in den Süden?

Zwischendurch unsere geliebten Mini-Trips am Wochenende sollten auch nicht fehlen…

Anfang Januar hörten wir dann das erste Mal von dieser neuen Krankheit im fernen China: Corona. Alles weit weg und irgendwie wie Grippe, dachten wir. Dann begann die Welle zu rollen. Zu meinem Geburtstag am 1. März gönnten wir uns noch einen Wochenendtrip nach Meersburg am Bodensee, da war alles schon ein bisschen seltsam aber danach wurde langsam alles runtergefahren, bis es zu einer strikten Ausgangsbeschränkung und zu Kontaktverboten kam.

Unser neues Reisemaskottchen
Der Bodensee im Vorfrühling

Unseren Aprilurlaub verbrachten wir daher bei schönstem Wetter zuhause („stay at home“), machten zu Ostern Camping auf dem Hof und im Garten, weil das Campen doch sehr fehlte. Eigentlich rechneten wir damit, dass wir auch im Mai zuhause bleiben würden. Auch das hätten wir überstanden, denn es gibt trotz aller Reisefreude wichtigeres als Urlaub. Ganz ehrlich: unser Motto zu diesem Zeitpunkt war: gesund bleiben und, ganz wichtig, überleben.

Übernachten auf dem Hof

Verpflegung im Garten

Aber natürlich waren wir sehr, sehr glücklich, dass sich die Infektionslage mit Beginn der wärmeren Jahreszeit langsam besserte und Anfang Mai deshalb vorsichtige Lockerungen der Maßnahmen beschlossen wurden. Zunächst durften wir in Bayern auch ohne trifitgen Grund unser Zuhause verlassen, also reisen. Dann kam die Nachricht, dass Schleswig-Holstein seine Grenzen für touristische Einreisen wieder öffnen wird. Da an eine Reise ins Auslang noch lange nicht zu denken war, wurde schnell klar, dass wir einen schon länger gehegten Wunsch umsetzen würden: eine Woche wollten wir zu Ralfs alten Freunden Arnold und Andrea nach Norgaardholz an die Ostsee fahren. Campen auf dem Grundstück der Willemers war der Plan, Zwischenübernachtung auf dem Weg nach Norden irgendwo auf der Strecke.

Wir freuten uns so sehr über dieses unverhoffte Geschenk!

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